Im zweiten Teil des Berlin-Krimis 'Tatort: Nichts als die Wahrheit' versuchen Karow und Bonard ein rechtes Netzwerk aufzudecken.
, geb. 1981) vorgehen. Doch auch bei den Ermittlungen im Todesfall der Polizistin stoßen Bonard und Karow auf Verbindungen zur rechten Szene. Schnell vermutet die LKA-Größe ein großes Netzwerk. Karow hält das zunächst für paranoid, doch langsam muss auch er feststellen, dass sie wirklich größeren Zusammenhängen gegenüberstehen als bisher gedacht.
Karow und Bonard ermitteln weiter im Todesfall Rebecca Kästner, als sie zu einem nächsten Tatort gerufen werden. Die Schutzpolizistin Tina Gebhardt , die mit Kästner in einer Einheit war, wurde erschossen. Auf einem alten Fabrikgelände war sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Guido Konrad im Einsatz, um einen angeblichen Drogendealer zu stellen. Den Täter kann Konrad auch nennen: ein syrischer Hilfsarbeiter namens Fawad Saad , der auf den Baustellen von Dietrich Pätzold gearbeitet hat. Konrad hat den vermeintlichen Täter erschossen. Doch Bonard und Karow haben ihre Zweifel an der Geschichte, zudem scheint noch eine Person auf dem Gelände gewesen zu sein. Über Gebhardt hatten die beiden gerade noch herausgefunden, dass sie in einen illegalen Waffenhandel verstrickt ist und in einer rechten Chatgruppe aktiv war. Doch Anton Reitemeier vom Verfassungsschutz hatte den beiden einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Vernehmung der Schutzpolizistin unterbunden. War es Gebhardt, die Kästner erschossen hat? Oder doch wer anders? Und wie hängt die Sicherheitsfirma SAC mit ihrem Chef Arne Koch in dem Ganzen drin? Das Netzwerk wird im Laufe der Ermittlungen immer größer. Am Ende beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und Bonard und Karow versuchen, das Schlimmste zu verhindern...Absolut. Denn gerade im zweiten Teil von "Nichts als die Wahrheit" nimmt der Fall deutlich schneller Fahrt auf als noch in Teil eins. Nachdem die Verdächtige Tina Gebhardt bei dem Einsatz erschossen wurde, überschlagen sich die Ereignisse. Dadurch fällt es an manchen Stellen schwer, dem Ganzen zu folgen. Denn viele Namen fallen, Zusammenhänge werden schnell abgehandelt - weshalb das ein oder andere auch verloren gehen kann. Aufmerksamkeit ist hier definitiv gefragt. Zudem bleiben einige Fragen am Ende ungeklärt - was allerdings auch der komplexen Thematik geschuldet ist. Es ist den Machern aber gut gelungen, die Spannung bis zum Schluss hochzuhalten und ein politisches Thema, die rechte Unterwanderung der Gesellschaft, in ein Krimi-Gewand zu packen. Dass gerade ein Format wie der "" sich einem solchen aktuellen Thema annimmt und unbequeme Fragen stellt, ist wichtig und richtig. "Solange man nicht selbst anfängt, eigene Denkmuster und 'blinde' Flecken tiefgreifend zu hinterfragen, ist meines Erachtens die Demokratie immer gefährdet", sagt Drehbuchautorin Katja Wenzel. "Auch unsere Kulturlandschaft." Co-Autor Stefan Kolditz merkt an: "Auch wenn die Zuspitzung unserer Geschichte Fiktion ist - zu glauben, dass etwas unmöglich ist, macht es nicht unmöglich." Ein Netzwerk bestehend aus Polizisten, Staatsanwälte und Richter, die das Land und die Demokratie umbauen wollen? Was wie ein Roman rund um Verschwörungstheorien klingt, ist der Realität nicht so fern. "Eine der führenden Drahtzieherinnen des versuchten Reichsbürger-Staatsstreichs war als Richterin am Berliner Landgericht tätig", so Wenzel. Oder der Bundesvorstand der CDU müsse inzwischen dem Ex-Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen rechtsradikale Äußerungen attestieren. Es gibt einige Fälle, die zeigen, dass rechtes Gedankengut nicht nur am Rande der Gesellschaft anzutreffen ist. "Das lässt sich Europa weit beobachten. Rechte, nationalistische und patriarchale Tendenzen erstarken wieder", mahnt die Drehbuchautorin. Neben den ernsthaften Themen hat man allerdings Freude daran, den Kommissaren Karow und Bonard zuzusehen. Die beiden rücken immer näher zusammen, werden zu einem Team - und das in sehr kurzer Zeit. Bleibt nur zu hoffen, dass der nächste Fall der beiden nicht lange auf sich warten lässt.
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