Weil kein Regen fällt, ziehen viele Bauernfamilien nach Baidoa. Der Bürgermeister der Kleinstadt sucht nach Lösungen.
Auf dem langen Weg in die Stadt starb erst der Esel, dann ihre vierjährige Tochter, erzählt Naima Mohammend. Kurz davor hatte die Witwe beschlossen, ihr Dorf zu verlassen. Ihre Ziegen waren tot, die Felder leer. Also packte sie ihre Habseligkeiten auf den Esel und zog Richtung Stadt.
Einst die Kornkammer SomaliasKaum zu glauben, dass dies hier einst die Kornkammer Somalias war. «Baidoa war das Hirse-Zentrum, wir produzierten Millionen Tonnen, auch Mais», erzählt Bürgermeister Abdullahi Watiin. Der smarte Mann in Jeans und weissen Turnschuhen ist täglich unterwegs, beschützt von einer bewaffneten Patrouille.
Viele werden in der Stadt bleibenAuch die 19-jährige Nuriya Meris lebt im Zeltlager. Doch tagsüber geht sie in die Innenstadt, dort sitzt sie in einem Kleidergeschäft an der Nähmaschine. «Ich habe Schneidern gelernt und kann nun damit Geld verdienen», erklärt die junge Frau. Rund zwei Franken erhält sie pro Kleid.
Die Dürre am Horn von Afrika Box aufklappen Box zuklappen Somalia und seine Nachbarländer leiden unter der schlimmsten Dürre seit Jahren. Rund 36 Millionen Menschen sind davon betroffen, so die UNO. Bereits sind vier Regenzeiten in Folge ausgefallen, auch jetzt fällt wieder kein Regen. Zehn Millionen Nutztiere sind bereits gestorben.
Landbesitz bietet eine PerspektiveVater Hassan Ismail öffnet sein Wellblechhaus. Es ist ein Raum mit einem Bett, hier schlafen auch die sieben Kinder. Die Blechhütte ist keine Bleibe für immer, doch sie bietet mehr Schutz als ein Zelt. Und der entscheidende Unterschied, so Ismail: «Das Grundstück hier gehört mir.»
Das neue Quartier ist keine Patentlösung, gibt auch Bürgermeister Watiin zu: «Die Bewohner sind weiter von Hilfe abhängig. Einige besitzen kleine Läden oder Tiere. Doch trotz Landbesitz sind es noch immer arme Familien.»
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