Die EZB wird die Zinsen laut Chefökonom Philip Lane noch mehrfach anheben müssen, auch wenn die Inflation ihren Höhepunkt fast erreicht haben dürfte.
Es werde noch einige Zeit dauern, bis die Teuerungsrate im Euroraum zum Ziel der EZB von 2,0 Prozent zurückkehre, sagte Lane der Zeitung"Milano Finanza" vom Dienstag."Wir gehen davon aus, dass weitere Zinserhöhungen notwendig sein werden. Aber es wurde bereits viel getan", fügte der Ire hinzu. Diese Vorarbeit gelte es beim Zinsbeschluss am 15. Dezember zu berücksichtigen.
Er gehe davon aus, dass es wohl weitere Erhöhungen geben werde, sagte das EZB-Ratsmitglied auf einer Bloomberg-Veranstaltung. Trotz des derzeitigen Abschwungs erwarte er nicht, dass es zu einer"harten Landung der Wirtschaft" im Euroraum kommen werde. Er verwies auf die Stützungsmassnahmen der Regierungen in der Energiekrise und einen weiterhin robusten Arbeitsmarkt.
In der Führungsetage der Europäischen Zentralbank mehrten sich zuletzt die Stimmen, die nach zwei grossen Zinsschritten in Folge nun eine weniger aggressive Gangart erwarten - auch, weil sich zuletzt Hinweise auf ein Abebben des hohen Preisdrucks ergaben. Lane sagte, er sei"einigermassen zuversichtlich", dass die Inflation wahrscheinlich nahe dem Gipfelpunkt sei.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde zufolge hält sich die Notenbank im Kampf gegen die Inflation alle Türen für Zinserhöhungen offen. Wie viel weiter die EZB noch gehen und wie schnell sie dahin kommen müsse, hänge von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehörten die Wirtschaftsprognosen der EZB-Volkswirte, das Ausmass der wirtschaftlichen Krise, die Entwicklung der Löhne sowie die Inflationserwartungen.
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