Hunderte Häuser könnten in der Hauptstadt von Rumänien einstürzen, Tausende Menschen dabei sterben. Trotzdem wird in Bukarest kaum saniert.
Alexandru Patactis stellt eine knallrote, kleine Sporttasche auf den Esstisch seiner Altbauwohnung. «Survival Kit» steht darauf. «Das hat uns die Stadt gegeben als Vorbereitung auf das Erdbeben», sagt der Videokünstler und Hochschuldozent und räumt den Inhalt der Tasche auf den Tisch.
Die Behörden haben die Statik des achtgeschossigen Gebäudes untersucht. Verdikt: «Einsturzgefährdet». Vielleicht ist das Haus ja besser gebaut, als wir denken. Autor: Alexandru Patactis Präsident der Stockwerkeigentümergemeinschaft Um dennoch ruhig schlafen zu können, beruhigt er sich damit, dass die Nummer 63 schon zwei verheerende Erdbeben überstanden hat – jenes von 1940 und jenes von 1977.
Dazu kommt, dass viele dieser alten Häuser, die 1977 beim grossen Erdbeben nicht eingestürzt sind, trotzdem massive Schäden davongetragen haben. Nur sehe man die nicht immer auf Anhieb, sagt der Bauingenieur. Schon 37 Jahre früher, am 10. November 1940, erlebte Rumänien eines der stärksten je in Europa gemessenen Erdbeben. Auch damals starben rund 1500 Menschen.Nach dem Beben liess das kommunistische Regime von Diktator Nicolae Ceaucescu einige Schäden kaschieren. Richtig repariert oder gar erdbebensicher saniert wurde kaum.
Wir kämpfen bis heute mit dem Erbe dieser staatlichen Desinformation Autor: Matei Sumbasacu Bauingenieur, Experte für erdbebensicheres Bauen Der junge Bauingenieur hat ein gewisses Verständnis dafür, dass die Leute sich an diesen Geschichten festhalten. «Ich habe selbst in einem einsturzgefährdeten Haus gelebt. Und obwohl ich es besser wusste, habe ich mir oft erzählt, das Gebäude sei stabiler, als es aussehe.
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