85 Prozent der Bevölkerung will auf Atomstrom setzen, um Blackout zu verhindern: Politiker sind sich darüber uneinig.
Laut einer Umfrage von 20 Minuten wollen 85 Prozent der Bevölkerung auf Atomstrom setzen, um ein Blackout zu verhindern.Doch insbesondere der Neubau von AKW wird wohl ein Traum bleiben. Denn wie die Axpo, der zweitgrösste Stromversorger der Schweiz, auf Anfrage mitteilt, sei «die Realisierung von neuen Kernkraftwerken nicht vorgesehen».Die starke Unterstützung von Atomstrom in der Bevölkerung überrascht Mitte-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt.
2025 droht der Schweiz ein Blackout. Zu diesem Schluss kam eine Studie des Bundes über die Versorgungssicherheit der Schweiz. Im schlimmsten Fall könnte der inländische Strombedarf während 47 Stunden nicht mehr gedeckt werden. Damit dieses Horrorszenario nicht eintritt, will ein Grossteil der Schweizer Bevölkerung stärker auf Atomstrom setzen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von 20 Minuten.
Rund 85 Prozent der Bevölkerung wollen AKW entweder länger laufen lassen oder neue Kernkraftwerke bauen. Bürgerliche Politikerinnen und Politiker fordern das schon lange. Doch insbesondere der Neubau von AKW wird wohl ein Traum bleiben. Denn wie die Axpo, der zweitgrösste Stromversorger der Schweiz, auf Anfrage mitteilt, sei «die Realisierung von neuen Kernkraftwerken nicht vorgesehen».
Auch Grünen-Nationalrat Bastien Girod sagt, dass die Bevölkerung zu wenig über AKW aufgeklärt sei. «Im Vergleich zu erneuerbaren Energien ist ein AKW punkto Versorgungssicherheit risikobehafteter. Steigt es nämlich aus, entsteht eine grosse Stromlücke, wie aktuell in Frankreich.» Dieses Risiko sei bei den kostengünstigen erneuerbaren Energien tiefer.Ausserdem hätten viele das Gefühl, dass der Schweiz ohne AKW ein Blackout drohe, sagt Girod.
Die breite Unterstützung von Atomstrom in der Bevölkerung überrascht SVP-Nationalrat Christian Imark nicht. «Das Volk hat einen Atomausstieg stets abgelehnt. Ausnahme war die Energiestrategie, als der Bund mit falschen Versprechen täuschte. Das kommt uns nun teuer zu stehen.» Die Befürchtungen der SVP hätten sich sogar noch schneller als angenommen bewahrheitet, sagt Imark.
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