Der Weltsicherheitsrat forderte eine Waffenruhe im Gazastreifen, dann behauptete Israel, dies habe den Verhandlungen mit der Hamas geschadet. Ein US-Sprecher sieht darin »rhetorische Ablenkungsmanöver«.
Es sind schwere Vorwürfe aus Israel: Laut Premier Benjamin Netanyahu hat die jüngste Resolution des Uno-Sicherheitsrates den Geisel-Verhandlungen mit der islamistischen Hamas geschadet. Eine Aussage, welche die US-Regierung so nicht stehenlassen will. Netanyahus Erklärung sei »in fast jeder Hinsicht ungenau, und sie ist unfair gegenüber den Geiseln und ihren Familien«, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Matthew Miller.
Die Hamas habe bereits vor dem Votum im Uno-Sicherheitsrat ihre Antwort auf den jüngsten Verhandlungsvorschlag vorbereitet, sagte Miller. Außerdem werde die Hamas-Antwort in der Öffentlichkeit falsch dargestellt. Die US-Regierung, so Miller, werde sich nicht auf »rhetorische Ablenkungsmanöver« einlassen.Weltsicherheitsrat forderte »sofortige Waffenruhe«
Netanyahus Büro hatte am Dienstag eine Stellungnahme veröffentlicht und darin beklagt, dass die Hamas in den Geisel-Verhandlungen einen US-Kompromissvorschlag zurückgewiesen habe. Netanyahu sagte demnach: »Die Position der Hamas beweist eindeutig, dass sie nicht an einer Fortsetzung der Verhandlungen über einen Deal interessiert ist, und ist ein trauriger Beweis für den Schaden, den die Entscheidung des Weltsicherheitsrats angerichtet hat.
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