WKÖ-Präsident Harald Mahrer steht unter Kritik und plant trotz abgewendetem Rücktritt eine umfassende Reform der Wirtschaftskammer. Das Projektvolumen beläuft sich auf 16 Millionen Euro und beinhaltet die Modernisierung der Kammer sowie die Einführung eines Projektmanagementsystems.
ABD0042_20251110 - WIEN - ÖSTERREICH: WKÖ-Präsident Harald Mahrer am Montag, 10. November 2025, anl. einer PK"Inhaltliche Ergebnisse des Treffens der Präsident:innen der WKÖ sowie der 9 Landeskammern" in Wien.
- FOTO: APA/TOBIAS STEINMAURERSeinen Rücktritt hat er zwar vorerst abgewendet, ruhig wird es um den Wirtschaftskammerpräsidenten Harald Mahrer aber nach wie vor nicht. Während er sich – auch innerhalb der eigenen Reihen – mit massiver Kritik konfrontiert sieht, plant Mahrer in der Wirtschaftskammer Österreich offenbar das nächste Großprojekt. Wie die Tageszeitung „Der Standard“ berichtet, treibt er eine umfassende Reform der Kammer voran. Der Kostenpunkt: 16 Millionen Euro.Ziel sei es, die Kammer organisatorisch und strategisch zu modernisieren. Dafür wurde im Sommer ein Ausschreibungsverfahren für Beratungsleistungen gestartet, bis zu zehn externe Beratungsunternehmen sollen eingebunden werden, um die Umsetzung zu begleiten.Geplant sind offenbar zwei Projekte: „WKÖ Zukunftsobservatorium“ und „WKO/WKÖ Projektmanagement“, das Projektvolumen soll 16 Millionen Euro umfassen, so der „Standard“. Geplant seien demnach eine tiefgreifende Erneuerung der Strukturen und Arbeitsweisen. Die externen Berater sollen in Bereichen wie Strategie-, Organisations- und Prozessberatung, Change-Management, Personalentwicklung und zeitweise auch Managementfunktionen tätig werden.Das „Zukunftsobservatorium“ soll neue Formen der Trendbeobachtung und Zukunftsanalyse schaffen, um Unternehmen – insbesondere KMU – strategische Orientierung und Innovationsimpulse zu bieten. Laut WKO handelt es sich bei dem Zukunftsobservatorium allerdings um ein „fiktives“ Projekt zur Angebotsbewertung.Das zweite Projekt betrifft den Aufbau eines professionellen Projektmanagementsystems, weil ein solches bisher in der WKO und den Landeskammern fehle, heißt es in einer Stellungsnahme der WKO. Ziel ist es, Projekte künftig systematischer zu planen, zu steuern und zu evaluieren. Die Angebote der Bewerber mussten bis 5. November eingereicht werden, aktuell laufen Präsentationen und Verhandlungen. Der Zuschlag soll noch heuer erfolgen.
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