Sogar Menschen aus Schöneberg kamen nach Charlottenburg wegen der Geschenkebank. Jetzt ist sie weg. Gibt es eine Zukunft für sie? Eine letzte Chance?
Nachbarschaftsprojekte wie diese Bank beleben ein Stadtviertel. Hilfsbereitschaft und gegenseitiges Teilen kann den nachbarschaftlichen Zusammenhalt fördern und eine Wohngegend lebenswerter machen. Menschen begegnen einander zufällig und alte Gegenstände können plötzlich für jemanden einen neuen Wert erhalten. Kleiner Nebeneffekt: Generationen kommen miteinander in Kontakt.
Ute Ebrahim wundert sich heute manchmal, wie viele Leute sie auf die Bank ansprechen, jetzt wo sie weg ist: „Sie war ein richtiger Kommunikationsknotenpunkt.“ Mancher Eltern sagten, dass deren Kinder manchmal nur mit rausgegangen seien, weil sie sich auf der „Geschenkebank“ etwas hätten aussuchen dürfen. Leute aus Schöneberg seien extra wegen der Bank in die Rönnestraße gekommen. Vor der Bank hätten sich immer wieder Leute getroffen und miteinander gesprochen.
Ute Ebrahim musste sich aber darum zum Glück nicht allein kümmern. „Menschen aus den umliegenden Straßen halfen dabei, auf der Bank Ordnung zu halten.“ Doch die Zettel haben nichts genützt, es wurde immer mehr Müll. „Ich war irgendwann richtig sauer.“ Durch den Müll wurde die Idee der Bank im Grunde zerstört: Die ersten Nachbarn fühlten sich durch die Müll-Bank belästigt. Erste Rufe wurden laut, die Bank doch abzuschaffen.
Bis Ute Ebrahim dann eines Morgens gegen sieben Uhr vor das Haus ging und zertretene Weihnachtskugeln auf dem Boden sah. Überall lagen Scherben auf der Straße herum und dazwischen alte Beleuchtung. „Das war wirklich Vandalismus“, sagt Ebrahim. Ihr war klar, dass ein paar Zettel nicht mehr ausreichen, um ein Zeichen zu setzen. Die Bank muss weg.
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