Schwangerschaftsabbrüche werden ab Ende November als Privatleistung am Landeskrankenhaus Bregenz durchgeführt. Bemühungen, eine niedergelassene Praxis zu finden, blieben erfolglos.
am Mittwoch mit. Es sei nicht möglich gewesen, eine Lösung in einer Privatordination zu finden. Parallel werde es vor Ort ein erweitertes Beratungsangebot für ungewollt Schwangere geben.
Gleichzeitig mit dem Termin für die Operationsvorbereitung erhalten die Frauen einen Termin für eine freiwillige kostenlose Beratung durch das Institut für Sozialdienste Tür an Tür mit dem ärztlichen Vorbereitungsgespräch. Niemand werde zu der Beratung gezwungen, betonte Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher , dem Land als Träger des Krankenhauses sei es aber wichtig gewesen, den Zugang dazu so niederschwellig wie möglich zu gestalten.
Politische Bedingung für das Ermöglichen der Schwangerschaftsabbrüche im Krankenhaus sei aus seiner Sicht neben dem Beratungsangebot vor Ort gewesen, dass die Abtreibung weder eine Gratis- noch eine Kassenleistung sei. Die Kosten von 720 Euro sind jeweils privat zu bezahlen, das sei ein kostendeckender Tarif. Zuschüsse aus dem Gesundheitsressort werde es nicht geben. Das Land geht von ungefähr 250 bis 300 operativen Schwangerschaftsabbrüchen pro Jahr aus.
Die Durchführung der Abtreibungen sei für die Ärzte am Landeskrankenhaus Bregenz freiwillig, sagte Primar Michael Rohde, Leiter der Gynäkologie und Geburtshilfe an den Krankenhäusern Bregenz und Dornbirn. Sie sei natürlich eine schwere Aufgabe, insofern habe wohl jeder Arzt ein Problem damit, und er sei froh, dass es eine Nachbetreuung auch für die durchführenden Ärzte gebe. Es gehöre aber genauso zum Fach wie die schönen Seiten.
Anders als in den meisten anderen Bundesländern wurden in Vorarlbergs Spitälern bisher keine Abtreibungen angeboten. Einzige Anlaufstelle war ein Bregenzer Privatarzt, der vor dem Pensionsantritt steht. Den Überlegungen des Landes zufolge sollten Abtreibungen zukünftig im Personalwohnheim neben dem Bregenzer Landeskrankenhaus stattfinden, als Übergangslösung war angedacht, einen Anbau des Bregenzer Krankenhauses für Schwangerschaftsabbrüche zu nutzen.
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