„Vergiftete Atmosphäre“ in München: Tuchel-Alarm bei Bayern: Klub-Boss kontert Wut-Interview

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Der enttäuschende Abschluss des Transfer-Sommers hat beim FC Bayern Spuren hinterlassen. Thomas Tuchel wirkte im Sky-Interview am Tag nach dem Deadline Day dünnhäutig und äußerte seinen Frust.

„Ein guter Kader, aber auf manchen Positionen ein bisschen mutig“, urteilte Tuchel, als Wasserziehr nachhakte. Dem Coach war die Unzufriedenheit deutlich anzumerken, nur äußert schmallippig kommentierte er das Geschehen des Vortags. Schließlich kamen weder der gewünschte Sechser noch der angepeilte Ersatz-Rechtsverteidiger.

Als Wasserziehr die besorgten Tuchel-Zitate als „fast fatalistisch“ bezeichnete, verdüsterte sich die Gesprächsatmosphäre weiter. „Ich weiß, was Sie versuchen“, mäkelte Tuchel in Richtung des Reporters. Der verteidigte sich auf den wiederholten Vorwurf: „Ich habe nur aufgenommen, was Sie gesagt haben.“ Darauf Tuchel sichtlich lustlos: „Wenn Sie sagen, es war fatalistisch, dann war es so.

Einen „fatalistischen“ Tuchel habe er nicht erkennen können, führte Dreesen weiter aus, nahm den Coach dann ausdrücklich in die Pflicht: „Ich erlebe Thomas gleichwohl immer noch optimistisch. Er muss kreativer sein, klar, das ist sein Job.

Erneut bei Sky sprach der Coach über die „Unwucht“ in seinem Aufgebot mit vielen offensiven Möglichkeiten und zu wenigen Defensiv-Alternativen: „Wir brauchen Glück“, erklärte Tuchel, der in den vergangenen Tagen in Ryan Gravenberch , Benjamin Pavard und Josip Stanisic drei Spieler ersatzlos hatte ziehen lassen müssen.

Dass es intern knirscht, hatte Stunden zuvor bereits Sky-Experte Dietmar Hamann vermutet. „Sie haben im Moment ein Machtvakuum, und deswegen sind sie gestern so auf die Nase gefallen“, sagte der frühere Bayern-Profi am Samstagnachmittag. Hamann sprach gar von einer „vergifteten Atmosphäre, vom Vorstand zum Trainer und vom Trainer zur Mannschaft“.

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