Wer aufs Klo möchte, muss sich bislang meist entscheiden. Mit der Trennung nach Geschlechtern ist nun auch an einer Schule Schluss. Setzt sich die Idee durch? Unisex
Anlass für die sogenannte Unisex-Toilette in Ulm war der „desolate Zustand“ des bisherigen Schulklos, wie Euchner sagt. Das Klo wurde ständig beschädigt und war auf dem Schulhof gelegen auch für Fremde zugänglich. Für einen Neubau kam schnell der Vorschlag für eine „Toilette für alle“ auf. Auch wenn es zunächst Bedenken bei Lehrern wie Schülern gegeben habe, hätten sich alle schnell daran gewöhnt, sagt Euchner.
Der Vorsitzende des Landeselternbeirats in Baden-Württemberg, Michael Mittelstaedt, hält sogenannte Unisex-Toiletten an Schulen durchaus für einen „pragmatischen Ansatz“. Bei einem anstehenden Neubau seien sie eine sinnvolle und wirtschaftliche Lösung.Weit verbreitet sind die geschlechtsneutralen Toiletten an deutschen Schulen bislang aber nicht. Am Goethe-Gymnasium in Freiburg gebe es seit Jahresanfang eine Unisex-Toilette, teilt eine Sprecherin der Stadt mit.