Montag Besuch aus Malaysia, Dienstag aus den Philippinen, Mittwoch aus Thailand – die Gästeliste im Kanzleramt folgt der neuen Asienstrategie. Nach Peking will Olaf Scholz trotzdem bald.
Das Besuchsprogramm dieser Woche im Kanzleramt lässt sich fast schon als südostasiatisches Speeddating bezeichnen: Am Montagabend ist der malaysische Premier Anwar Ibrahim bei Olaf Scholz zu Gast, am nächsten Vormittag kommt der philippinische Präsident Ferdinand Marcos Jr., ehe am Mittwoch auch der thailändische Ministerpräsident Srettha Thavisin seinen Antrittsbesuch absolviert.Aktuelle Nachrichten, Hintergründe und Analysen direkt auf Ihr Smartphone.
Ein wenig Zufall war schon dabei, aber die auffällige Terminhäufung passt der Bundesregierung gut ins Konzept. Man müsse in der Welt des 21. Jahrhunderts, die für Scholz eine multipolare ist, zur Bewältigung quasi aller globalen Probleme „mit Partnern aus aller Welt zusammenarbeiten“, wie es aus dem Kanzleramt heißt: „Diese Zusammenarbeit suchen wir auch in Asien.
In der Praxis sieht das so aus, dass Scholz mit Malaysias Ministerpräsident über die Zuwanderung von Fachkräften, Freihandelsabkommen und Rohstoffe sprechen will. Das Land, in dem 700 deutsche Unternehmen 63.000 Jobs geschaffen haben, ist „nach Taiwan unser zweitwichtigster Lieferant von Halbleitern“, wie es in der Regierungszentrale heißt: „Die angekündigte Infineon-Investition in Malaysia ist ein gutes Beispiel der Diversifizierung unserer Partnerschaften.
Der philippinische „Präsident Marcos hat Deutschland mehrfach als Vorbild für sein Land herausgestellt und sein besonderes Interesse an einer Kooperation geäußert“, so die Einschätzung vorab: „Wir streben einen Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit insbesondere im Bereich der Fachkräftemigration , Rohstoffe und Klimaschutz an.
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