Seuchenkolumne. Nachrichten aus der vervirten Welt 1738
den saudi-arabischen Kronprinzen-Regenten empfing, ist in vielen US-amerikanischen Medien entsprechend behandelt worden. Die „Dampfwalze Trump“ hat durch Wahlen und Umfragen an Dampf verloren, schon liest man da und dort das Wort „lame duck“.
Bis dahin geht die Zerstörung weiter. Aber die Kritiker des Trumpismus werden deutlicher. Zum Beispiel jene vom Editorial Board der Washington Post. Die Schergen MSBs, so kürzen die amerikanischen Medien den Namen des Prinzen Mohammend bin Salman ab, ermordeten deren Kollege Adnan Kashoggi und zerstückelten seine Leiche. Was Donald Trump so kommentierte, dass MSB erstens nichts dafür könne, es zweitens nicht gewollt haben und drittens Scheiße eben passieren könne. Die Leitartikler der Post, sonst eher auf Streichelwelle, ließen an Deutlichkeit wenig zu wünschen übrig: Unter dem Titel »,Dinge passieren.‘ Die Wahrheit über unseren ermordeten Kollegen.« schrieben sie zum Beispiel:Sofern Sie noch kein anderes Newsletterthema von uns abonniert haben, erhalten Sie nun einen Link an Ihre E-Mail Adresse, um Ihre Anmeldung zu bestätigen.Ich habe dieIch bin ein Roboter und möchte keine Newsletter erhalten.Wir nutzen Ihre E-Mailadresse auch, um Sie im Rahmen unserer Kundenbeziehung über eigene Produkte zu informieren. Dies nehmen wir, gestützt auf unser berechtigtes Interesse Werbung zu betreiben, vor. Sie können der Zusendung jederzeit widersprechen. Ein Link zur Ausübung des Widerspruchs ist in allen E-Mails, die wir automatisiert versenden, enthalten bzw. kann»Die Regierung der Vereinigten Staaten fördert ihre nationalen Interessen oft durch die Zusammenarbeit mit unangenehmen Menschen, und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman ist einer der unangenehmsten. Es ist eine Sache, wenn auch bedauerlich, widerwillig mit ihm zu verhandeln. Das Auftreten von Präsident Donald Trump im Weißen Haus am Dienstag war jedoch etwas ganz anderes: schwach, taktlos und ohne strategischen Nutzen für Amerika. Während seines Treffens mit dem saudischen Staatschef unterhielt sich Trump, wie so oft, mit Journalisten im Oval Office. Ein Reporter fragte ihn nach der Ermordung des Post-Kolumnisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018. „Viele Menschen mochten diesen Herrn, von dem Sie sprechen, nicht“, antwortete der Präsident. „Ob man ihn nun mochte oder nicht, solche Dinge passieren.“ Er fügte hinzu, dass der Kronprinz „nichts davon wusste“. Diese Verzerrungen entehren Khashoggis Vermächtnis, stehen im Widerspruch zu den Tatsachen und sind des Amtes des Präsidenten unwürdig. Im Exil in Virginia schrieb Khashoggi auf diesen Seiten über die Repressivität des saudischen Regimes im Inland und seine Rücksichtslosigkeit im Ausland. Das ging Mohammed unter die Haut. Daher kam die CIA 2018 zu dem Schluss, dass der Kronprinz die Ermordung Khashoggis angeordnet hatte. Er wurde in das saudische Konsulat in Istanbul gelockt, wo ein Killerkommando, darunter Mitglieder von Mohammeds persönlicher Sicherheitsabteilung, ihn mit einer Knochensäge zerstückelte. Mohammed, der am Dienstag zum ersten Mal seit 2018 wieder im Weißen Haus war, räumte den Mord ein, lehnte jedoch jede Verantwortung ab. „Wir haben unser System verbessert, um sicherzustellen, dass so etwas nicht mehr passiert“, sagte er. „Es ist schmerzhaft und es ist ein großer Fehler. Und wir tun unser Bestes, damit so etwas nicht wieder vorkommt.“ Das war beleidigend und unzureichend, aber irgendwie besser als Trumps Reaktion.Die Realität ist, dass Trump zwar Frieden durch Stärke befürwortet, aber nichts als Schwäche gezeigt hat. Zweifellos haben andere Diktatoren davon Notiz genommen.«»Amerika ist ein wenig saudischer geworden. Es hat einen Führer, der seinen Palast vergoldet und seinen Höflingen zischend zu verstehen gibt, dass sie gegen jeden vorgehen sollen, der sich auch nur der geringsten Unverschämtheit schuldig macht. . Moralisten in der Außenpolitik warnen seit langem davor, dass sich die eigenen Werte schneller verschlechtern, wenn man mit Ländern zusammenarbeitet, die die eigenen Werte nicht teilen, als dass sich deren Werte verbessern, um mit den eigenen gleichzuziehen. Seit gestern würde ich sagen, dass Amerika und Saudi-Arabien – die sich so lange als unwahrscheinliche Geschwister stilisiert haben, die sich ähnlicher sind, als sie erscheinen – auf dem besten Weg sind, sich in ihrer Geschwindigkeit anzunähern und sich fast perfekt in der Mitte zu treffen.Er ist die beste Wochenzeitung des Landes. Der Falter. Lesen Sie ihn. Unterstützen Sie sich und ihn mit einemWas wir aus der Pandemie gelernt haben könnten: Distanz kann nicht schaden, halten Sie Ihre Impfungen up to date, Händewaschen ist nie falsch, benützen Sie Masken, wenn es sich empfiehlt, wenn Sie Symptome haben, versuchen Sie Kontakte mit anderen zu vermeiden. Und bleiben Sie rücksichtsvoll.
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