Zermatt - Nach einem Lawinenabgang bei Zermatt in der Schweiz hat die Polizei mit einem Großaufgebot nach mindestens drei Vermissten gesucht. Womöglich
Experten hatten wegen des Neuschnees über Ostern und heftiger Winde vor Lawinen gewarnt - in Zermatt ist es dann passiert. Retter suchten stundenlang nach Vermissten.in der Schweiz hat die Polizei mit einem Großaufgebot nach mindestens drei Vermissten gesucht. Womöglich seien auch mehr Menschen von den Schneemassen mitgerissen worden, sagte ein Sprecher der Polizei im Kanton Wallis am Abend.
Vermisstenmeldungen gibt es nach seinen Angaben allerdings zunächst nicht. Das ist nicht ungewöhnlich, weil Sportler, die im betroffenen Gebiet Riffelberg unterwegs sind, erst am Abend allmählich in ihre Unterkünfte zurückkehren.suchen Rettungskräfte stundenlang nach Personen, wie der Sprecher sagte. Die Rettungsaktion läuft auch am Abend weiter. Die Lawine sei sehr groß gewesen, entsprechend groß sei das Suchgebiet.
Nach Verschütteten wird meist aus der Luft mit Hubschraubern und mit Spürhunden gesucht. Je nach Schneemenge können Verschüttete mehrere Meter unter den Schneemassen liegen. Der Riffelberg ist gut 2.500 Meter hoch. Er gehört zum Skigebiet am Gornergrat mit Blick auf das rund 7,5 Kilometer entfernte Matterhorn - bei guter Sicht.zeigen sollen. Riesige Schneemengen stürzen darauf bergab und wirbeln große Schneewolken auf.
Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung hatte am Montagmorgen vor hoher Lawinengefahr gewarnt. "Es sind sehr große und vereinzelt extrem große spontane Lawinen zu erwarten", teilte es mit. Auch in Tirol in Österreich und in Südtirol herrschte große Lawinengefahr. Die Gründe dafür waren viel Neuschnee und teils orkanartige Winde, die für große Treibschnee-Ansammlungen sorgten.
Bei markierten Skipisten sorgen Experten des Skigebiets dafür, dass sie bei Lawinengefahr geschlossen werden. Außerhalb der markierten Pisten müssen Skitourengänger die Gefahr selbst einschätzen. In derVor rund drei Wochen waren sechs Skitourengänger bei Zermatt tödlich verunglückt. Fünf Leichen wurden geborgen. Die Gruppe war in schlechtes Wetter geraten, konnte nicht mehr abfahren oder zu einer Hütte gelangen.
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