Bei der Steuerung der Geldpolitik sollte die EZB nicht zu sehr auf ihre eigenen Prognosen schauen. Dafür sprechen gleich mehrere Punkte.
Bei der Frage nach Zinssenkungen sollte die EZB nicht zu sehr auf ihre eigenen Prognosen zu Inflation und Wirtschaftswachstum schauen. Dafür sprechen gleich mehrere Punkte.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde kommt zur Pressekonferenz der Notenbank nach dem Zinsentscheid am Donnerstag.Bei der Steuerung der Geldpolitik sollte die EZB nicht zu sehr auf ihre eigenen Prognosen schauen. Dafür sprechen gleich mehrere Punkte.scheinen diejenigen zu bestätigen, die lieber früher als später eine Zinssenkung sehen wollen. Die Notenbank geht davon aus, dass die Inflation 2024 deutlich schwächer sein wird als noch im Dezember vermutet.
Doch Vorsicht: Die EZB sollte bei der Steuerung ihrer Geldpolitik nicht zu sehr auf diese Prognosen schauen. Zum einen könnten sich die Grundannahmen für die Vorhersage als falsch erweisen. So könnten beispielsweise die Ölpreise deutlich höher liegen, als im Szenario angenommen – etwa, wenn sich der Nahost-Konflikt noch ausweiten sollte. Generell sind die EZB-Prognosen sehr sensibel gegenüber Marktveränderungen.
Wenn die EZB nicht bereit ist hinzunehmen, dass sich die Inflation eventuell bis einschließlich 2025 etwas über dem Zielwert von 2,0% verfestigt, dann kann sie bei der Frage nach Zinssenkungen nicht zu sehr auf Prognosen schauen, sondern muss „harte“ Fakten auswerten. Ansonsten läuft sie Gefahr, die Leitzinsen nochmal erhöhen zu müssen, was mit hohen ökonomischen Kosten verbunden wäre.
Dass die EZB ihr Inflationsziel von 2,0% „zeitnah“ erreichen will, betont die Notenbank von Sitzung zu Sitzung. Eine bloße Annäherung an rund 2% genügt ihr nicht – allein schon aus Gründen der Glaubwürdigkeit. Eine Zinssenkung im April kann sie sich daher trotz gesenkter Prognosen nicht leisten.Weltweit wird am 8. März wieder auf bestehende Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen aufmerksam gemacht.
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