Staatssekretärin Helene Budliger Artieda warnt, die Schweiz dürfe nicht zur Umgehungsplattform für Putins Oligarchen werden. Sie schildert, wie schwierig die Suche nach russischen Vermögen ist: «Es werden sogar Eheverträge beigezogen.»
«Ich gehe davon aus, dass sich die Anwälte in der Schweiz an das Gesetz halten»: Staatssekretärin Budliger Artieda in ihrem Büro.Sie ist erst seit August Staatssekretärin für Wirtschaft.
Trotzdem hat Helene Budliger Artieda bereits den Unmut des amerikanischen Botschafters Scott Miller auf sich gezogen: Undiplomatisch offen griff er Budliger Artieda an, sie ziehe die Wirkung von Sanktionen in Zweifel. Später doppelten die Botschafter der G7, zu denen etwa auch Deutschland, Frankreich und Japan zählen, nach. Als Verantwortliche für die Sanktionspolitik und die Kontrolle von Rüstungsexporten steht sie seit dem ersten Tag im Zentrum hitziger Debatten.