Bitcoin-Mining verbraucht enorme Energiemengen. Doch eine bahnbrechende Studie zeigt: Mit Quantencomputern könnte der Stromverbrauch um das Tausendfache sinken. Das Geheimnis liegt im neuen 'Quantum Proof of Work'-Verfahren von D-Wave Quantum.
• D-Wave Quantum will Energie-Problem beim Bitcoin-Mining lösen • Neue Methode: "Quantum Proof of Work" • Schürfen von Bitcoin soll bis zu 1.000-mal effizienter werden Mit dem Mining von Bitcoins ist ein enormer Energiebedarf verbunden.
Dabei wird pro Jahr durch das Bitcoin-Netzwerk mehr Strom verbraucht als ganze Nationen, wie etwa Polen, benötigen, schätzen Experten. Doch nun könnte eine technologische Revolution das Problem lösen: Quantencomputer. Quantencomputer als Gamechanger für das Bitcoin-Mining Forscher des Quantencomputing-Unternehmens D-Wave Quantum haben mit "Quantum Proof of Work" eine Methode entwickelt, die das Bitcoin-Mining bis zu 1.000-mal effizienter machen soll, wie sie in ihrer Studie "Blockchain with proof of quantum work" beschreiben. Erste Tests zeigen: Der Energieverbrauch könnte dramatisch sinken, während die Sicherheit der Blockchain erhalten bleibt, heißt es im entsprechenden Forschungspapier. Warum verbraucht Bitcoin-Mining so viel Strom? Das Bitcoin-Netzwerk basiert auf dem "Proof of Work"-Konzept. Miner müssen komplexe mathematische Aufgaben lösen, um neue Transaktionsblöcke zu validieren. Dies erfordert enorme Rechenleistung und ist deshalb extrem energieintensiv. Doch genau hier setzen Quantencomputer an: Dank der Quantenmechanik können sie Berechnungen parallel durchführen und so Mining-Aufgaben viel schneller lösen als herkömmliche Computer, erklärt Telepolis. "D-Wave präsentiert als Branchenneuheit eine spannende neue Quanten-Blockchain-Architektur mit Potenzial für eine breite Nutzung in Unternehmen", wird Dr. Alan Baratz, CEO von D-Wave, in der Meldung des Unternehmens zitiert. "Nach unserer jüngsten Demonstration der Quantenüberlegenheit ist dies ein weiteres Beispiel dafür, wie D-Wave Kunden dabei unterstützt, den Wert des Quantencomputings bereits jetzt zu erkennen. Wir laden die Blockchain-Community ein, gemeinsam mit uns diesen spannenden neuen Anwendungsfall für Quantencomputing zu nutzen." Die Methode hinter "Quantum Proof of Work" Bei dem PoQ-Ansatz lösen also Quantencomputer spezielle Quanten-Rätsel. Das Ergebnis ist ein "Quantum Hash" - ein digitaler Fingerabdruck, der als Beweis für die geleistete Arbeit dient. Da Quantencomputer probabilistische Berechnungen durchführen, gleicht eine spezielle Technik Fehler automatisch aus und sichert so die Blockchain-Stabilität. In einem Testlauf, von dem Telepolis berichtet, wurden vier D-Wave-Quantencomputer in Nordamerika vernetzt, um das PoQ-System zu erproben. Die Ergebnisse sind vielversprechend: Die kombinierte Rechenleistung konnte genutzt werden, um eine sichere Blockchain zu betreiben - und das mit einem Bruchteil des Energieverbrauchs. Durch PoQ könnte der Energieverbrauch des Bitcoin-Minings demnach um bis zu 1.000-fach reduziert werden. Die Zukunft des Minings? Mohammad Amin, leitender Wissenschaftler von D-Wave, betonte dazu: "Dies ist das erste Mal, dass eine Blockchain erfolgreich in einem verteilten Netzwerk von vier Quantencomputern in zwei Ländern betrieben wurde. Obwohl die Systeme zwei Generationen von D-Wave-Annealing-Quantencomputern mit unterschiedlichen Architekturen und Fertigungsstapeln umfassten, konnten die Ergebnisse der Systeme gegenseitig validiert werden und einen stabilen Blockchain-Betrieb für Tausende von Transaktionsblöcken ermöglichen. Wir glauben, dass dieser Ansatz den Energieverbrauch erheblich senken und die Sicherheit erhöhen könnte". Sollte sich Quantum Proof of Work durchsetzen, könnte dies eine nachhaltige Lösung für das energiehungrige Bitcoin-Mining sein. Während klassische Proof-of-Work-Systeme immense Strommengen verbrauchen, bieten Quantencomputer eine effiziente Alternative. Redaktion finanzen.net
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