Bis heute ist nicht abschließend geklärt, wie viele Juden bei den antisemitischen Ausschreitungen in der Reichspogromnacht starben. Experte Bastian Fleermann weiß, dass es alleine auf dem Gebiet von Nordrhein-Westfalen 131 waren – mindestens. Im Gespräch sagt er, welche Forschung nötig wäre und warum er den Begriff „Reichskristallnacht“ ablehnt.
Die mit einem Symbol oder Unterstreichung gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Kommt darüber ein Einkauf zustande, erhalten wir eineFOCUS Online: Sie bevorzugen den Begriff „Pogrom“ für die Ereignisse rund um den 9. November 1938 und lehnen den Begriff „Reichskristallnacht“ ab. Warum?Das Wort „Reichskristallnacht“ gehört zu der Bagatellisierung und Verharmlosung, die seit Jahrzehnten in Deutschland mit dem 9. November 1938 verbunden ist.
In Berlin zum Beispiel war es schon Jahre früher zu Ausschreitungen gegen jüdische Bürger gekommen und zwar ganz öffentlich auf dem Kurfürstendamm. Auch bei uns in Düsseldorf gab es vergleichbare Vorkommnisse, zum Beispiel im April, Mai und Juni 1935 auf der Königsallee. Da müssen wir jetzt noch genauer recherchieren, denn diese Ereignisse sind bislang weitgehend unbekannt.
Dass überhaupt viel bekannt ist, ist in den unzähligen privaten Forschern, den lokalen und regionalen Geschichtsvereinen und vielen Initiativen zu verdanken, die sich seit dem 50. Jahrestag 1988 an die Arbeit gemacht und in ihrem jeweiligen lokalen Bereich geforscht haben, was damals passierte und welches Schicksal die Juden vor Ort hatten.
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