Nils Politt von UAE Team Emirates feierte am Sonntag einen unverhofften dritten Platz bei der Flandern-Rundfahrt. Selbstbewusst blickt er auf Paris-Roubaix.
Nils Politt erlebt bei der Flandern-Rundfahrt 2024 eine echte Achterbahnfahrt. Dank der Disqualifikation eines Konkurrenten steht der Deutsche zum zweiten Mal bei einem der fünf Monumente auf dem Podium. "Wir haben dieses Ergebnis als Team verdient, weil wir heute sehr gut gefahren sind", sagte er hinterher - und denkt schon ans nächste große Rennen.Nils Politt verspritzte an der Seite von Mathieu van der Poel glückselig Champagner.
"Ich war schon am Mannschaftsbus und dann kam der Anruf, dass ich Dritter geworden bin. Ich bin super glücklich mit diesem Ergebnis", sagte der Kölner Radprofi nach seinem starken Auftritt in den flämischen Ardennen. "Es war ein Riesenjubel. Wir haben heute so hart dafür gearbeitet und immer an uns geglaubt. Zuerst war die Frustration groß, aber dann hat sich alles geändert", ergänzte er gegenüber "radsport-news.com".
Zum zweiten Mal stand der Radprofi, der zu dieser Saison vom deutschen Team Bora-hansgrohe zum UAE Team Emirates von Tadej Pogacar gewechselt war, bei einem der fünf Monumente auf dem Podium. Nach seinem zweiten Platz bei Paris-Roubaix 2019 folgte nun nach 270,8 Kilometern zwischen Antwerpen und Oudernaarde in Belgien der erneute Sprung auf ein derart begehrtes Treppchen - auch wenn es zunächst nicht danach ausgesehen hatte.
"Ich war mir sicher, dass es mit dem Podium klappt, aber dann blockierte er mich an der Bande, ich musste den Schwung rausnehmen", schilderte Politt, der auch mithilfe seines neuen Teams erst kurz vor dem Ziel noch eine zweiköpfige Verfolgergruppe gestellt hatte. "Wir haben dieses Ergebnis als Team verdient, weil wir heute sehr gut gefahren sind, mit vier Fahrern unter den ersten zwölf", sagte Politt und sprach von einem "sehr, sehr guten" Gefühl.
"Bei der Flandern-Rundfahrt auf dem Podium zu stehen, ist etwas Besonderes", sagte Politt, für den nur kaum Zeit zum Verschnaufen bleibt. Bereits am kommenden Sonntag steht mit Paris-Roubaix, seinem Lieblingsrennen, die Königin der Klassiker auf dem Programm. "Schauen wir mal. Jetzt heißt es, sich gut zu erholen. Die Form ist gut und ich werde nächste Woche voll angreifen", versprach Politt.
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