Ein Jahr nach der Übernahme der Stasi-Akten ins Bundesarchiv hat dessen Präsident Hollmann eine positive Bilanz gezogen.
Am 17. Juni 2021 war die Stasi-Unterlagen-Behörde nach rund drei Jahrzehnten aufgelöst worden, die Bestände wurden ins Bundesarchiv überstellt. Unter den einst von DDR-Bürgerrechtlern bewahrten Millionen Dokumenten sind Akten zur Bespitzelung von Bürgern durch die Staatssicherheit, aber auch Fotos und Tonträger. Vor einem Jahr gab es Befürchtungen, dass das Interesse an den Beständen nachlassen und die Einsicht schwieriger werden könnte.
Hollmann sagte, die Stasi-Akten im Bundesarchiv trügen entscheidend zur Aufarbeitung der SED-Diktatur bei."Damit wachsen Überlieferungen zusammen, aus denen sich neue Möglichkeiten für die Erforschung gerade der deutsch-deutschen Geschichte ergeben." Ein Beispiel dafür seien die Zusammenhänge zwischen den Stasi-Akten und den Akten der Parteien und Massenorganisationen der DDR, die schon lange zum Bundesarchiv gehören.