Bayerns Gesundheitsminister Holetschek und seine Amtskollegen finden, der Bund müsse es Pharmafirmen einfacher machen, vor Ort zu produzieren - das geschehe bereits, entgegnet Bundesminister Lauterbach. Apotheker und Verbände sind weiter besorgt.
Ob Hustensäfte für Kinder, Fiebersenker oder bestimmte Antibiotika - der Herbst hat noch nicht einmal begonnen, doch bereits jetzt gibt es laut Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek Lieferengpässe bei rund 500 Arzneimitteln. Zum Vergleichszeitpunkt im vergangenen Jahr seien es nur rund 300 gewesen.
Am Montag trafen sich in München die Gesundheits- und Wirtschaftsminister der sogenannten "Südschiene" bestehend aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Wenn es darum geht, Notstände in Apotheken zu verhindern, sehen die Minister und Staatssekretäre der vier Bundesländer vor allem den Bund in der Pflicht. Er müsse es Firmen einfacher ermöglichen, Arzneimittel und Medizinprodukte in Deutschland zu produzieren.
Auch der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger nahm an dem Treffen teil. Er fand gewohnt härtere Worte in Richtung Berlin. Den Unternehmen gegenüber werde mit einer "Überwachungsbürokratie" gearbeitet, die Konfrontation statt Kooperation zur Folge habe. Hersteller medizinischer Produkte würde der Eintritt in den Markt erschwert.
Lauterbach setzt beim Medikamentenmangel mittelfristig auf das kürzlich von der Ampel beschlossene sogenannte "Lieferengpassgesetz". Dieses werde "dazu führen, dass die Produktion wieder nach Europa zurück verlagert wird", sagte der SPD-Minister. Gleichzeitig räumt er ein, dass der Bau solcher neuer Anlagen mehrere Jahren dauern dürfte.
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