Die wilden Blechkerle des Bildhauers Hans-Georg Damm bedrohen schon seit 1981 das Wilmersdorfer Rathaus. Ein Verkauf nach Stuttgart wurde abgewendet.
In bester Laune trotzen sie auf dem Mittelstreifen am Fehrbelliner Platz dem tosenden Verkehr: der Herr Schulz vorneweg, der Jackli, der Marli, der Jergli, der Michal, der Hans und der Veitli. Die wilden Kerle aus Stahlblech schleppen eine fünf Meter lange Hellebarde, deren Spitze gefährlich in Richtung des Wilmersdorfer Rathauses zeigt. Wollen sie dort den die Amtsschimmel das Fürchten lehren? Zur Senatsbauverwaltung am Fehrbelliner Platz hätten sie es auch nicht weit.
Chefredakteur Lorenz Maroldt und sein Team berichten im Tagesspiegel-Newsletter Checkpoint über Berlins Irrungen und Wirrungen. Hier kostenlos anmelden. Das Kunstamt Wilmersdorf bewies jedenfalls Sinn für Humor, als es 1981 die „Sieben Schwaben“ des Bildhauers Hans-Georg Damm genau dort aufstellen ließ. Später setzte sich der aus Schwaben stammende frühere Verleger und Herausgeber des Tagesspiegels Franz Karl Maier mit einer Spende von 50.000 Mark dafür ein, einen Verkauf der Skulptur nach Stuttgart abzuwenden.
Mit der Militanz der sieben Spießgesellen, die sich anschicken, die Welt zu erobern, ist es auch im Märchen der Brüder Grimm nicht weit her. Schon ein brummelndes Insekt jagt ihnen derart Angst ein, dass sie Reißaus nehmen. „Stoß zu in aller Schwabe Name, sonst wünscht i, dass ihr möchte erlahme“, feuert der Hinterste seine Vordermänner an, als es gegen einen Hasen geht.
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