Der fast 2000 Jahre alte Römerturm in Köln, ein einzigartiges Wahrzeichen, wird aufwendig restauriert. Spenden und die Stadt sichern die Rettung des historischen Bauwerks.
Aktualisiert„Retten Sie einen echten Römer!“ – mit diesem dramatischen Appell wird um Hilfe für eines der ältesten Wahrzeichen Kölns gebeten. Der fast 2000 Jahre alte Römerturm an der Zeughausstraße braucht dringend eine Sanierung.
Jetzt kommt dank vieler Spenden und der Stadt Köln endlich Bewegung in die Sache. Dank einer Spendenaktion der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Fördervereins Römische Stadtmauer sind bereits stolze 161.743 Euro für den rund 2000 Jahre alten Römerturm zusammengekommen. Am Donnerstag übergab Uwe Lohölter von der DSD symbolisch einen Fördervertrag in dieser Höhe an Alfred Schäfer vom Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln. Er leitet die komplexen Restaurierungsarbeiten.Der Turm ist nicht irgendein altes Gemäuer. Er ist der letzte erhaltene Wachtturm der einst rund vier Kilometer langen römischen Stadtmauer. Mitte des ersten Jahrhunderts erbaut, diente er nicht nur dem Schutz der Siedlung, sondern sollte mit seiner kunstvollen Fassade auch den hohen Status der römischen Kultur demonstrieren.Der Turm ist das letzte Überbleibsel des römischen Schutzwalls in Köln. Für die Gestaltung wurde ein Mix aus verschiedenfarbigen Steinen wie Trachyt, Tuff, Grauwacke und Kalkstein verwendet. Ihre mosaikartige, ornamentale Zusammenfügung nannte Schäfer ein „Alleinstellungsmerkmal“. Man erkennt Fischgrätenmuster und stilisierte Tempelfronten. Der Zinnenkranz ganz oben kam erst viel später, Ende des 19. Jahrhunderts, hinzu.Die ornamentale Zusammenfügung der Steine ist ein Alleinstellungsmerkmal des Turms. Dass es den Turm überhaupt noch gibt, liegt an seiner kontinuierlichen Nutzung. Im Mittelalter diente das Gemäuer den Nonnen des Klarissenklosters Sankt Clara als Latrine. Später war das Dombauarchiv darin untergebracht. Selbst zwei Brandbomben, die im Krieg einschlugen, aber zum Glück nicht detonierten, hat er überstanden. Doch Witterung und Zeit haben dem Turm, der sich heute in Privatbesitz befindet, stark zugesetzt. Untersuchungen zeigten, dass sich an der Nordseite ein gefährlicher Hohlraum zwischen Mauerschale und -kern gebildet hatte. Die Statik musste provisorisch mit Spannseilen und Netzen gesichert werden, bevor 2022 die Mauerschale mit 90 Ankern stabilisiert wurde.Am 3. November hat die zweite Sanierungsphase begonnen, für die die Stadt 410.000 Euro bereitstellt. Bis voraussichtlich Frühjahr 2026 wird das Dach abgedichtet und Fugen erneuert. „Es ist höchste Eisenbahn“, sagte Schäfer. Die dritte und aufwändigste Phase soll 2026 starten: die Konservierung der schmucken Fassade. „Jeder Stein braucht eine besondere Behandlung“, sagt Barbara Schock-Werner, Vorsitzende des Fördervereins. Rund eine Million Euro wird das kosten. Dafür werden weitere Spenden gesammelt. Wenn alles gut geht, könnte es 2027 losgehen. „Wir haben noch Großes vor uns“, so Schäfer. „Der Turm hat es verdient.“
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