Europameister und Olympiasieger ist Gianmarco Tamberi schon geworden, bei der Leichtathletik-WM in Budapest gewinnt der italienische Hochspringer jetzt erstmal den Weltmeistertitel. Am Ende des Wettkampfs entstehen besondere Bilder, die eine außergewöhnliche Freundschaft verdeutlichen.
Noch bevor Gianmarco Tamberi den letzten Versuch eines denkwürdigen Hochsprung-Finals antreten kann, hat der frisch gekürte Weltmeister plötzlich ein fremdes Kind auf dem Arm. Wobei "fremd" wahrscheinlich etwas übertrieben ist, denn es handelt sich nicht um irgendein Kind, sondern den Sohn von Mutaz Essa Barshim: an diesem Abend entthronter Titelverteidiger und, viel wichtiger, enger Freund des neuen Weltmeisters.
Dann aber gehört die Aufmerksamkeit in der Zielkurve des Budapester Leichtathletik-Stadions zunächst einmal dem kleinen Jungen im gelben T-Shirt. Barshim hat ihn in den Innenraum geholt und irgendwie ist es ihm gelungen, die Hochsprungmatte zu erreichen. Immer und immer wieder lässt er sich auf den weichen Schaumstoff fallen, um schnell wieder aufzustehen und von vorne zu beginnen. Stets begleitet von den Anfeuerungen und Jubelrufen des Publikums.
Auch Tamberi entgeht das nicht, und nun könnte sich der 31-Jährige natürlich aufregen und darüber echauffieren, dass die Hochsprunganlage mitten im Wettkampf plötzlich zum Spielplatz umfunktioniert worden ist. Stattdessen aber gesellt sich der Italiener zum Vater-Sohn-Duo, um zu dritt vor den versammelten Fotografen für ein einzigartiges Erinnerungsbild zu posieren.
Nach einem Fehlversuch bei seiner Einstiegshöhe von 2,25 Meter liefert Tamberi dabei einen blitzsauberen Wettkampf ab, er überfliegt die nächsten Höhen allesamt im ersten Versuch: 2,29 - 2,33 - 2,36. "Ich habe einfach mein Bestes gegeben", sagt er, also wäre so einfach, woran die Konkurrenz nach und nach scheitert. Vier weitere Springer bewältigen die 2,33 Meter, darunter auch Tobias Potye, im Vorjahr Vize-Europameister hinter Tamberi.
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