Ein Jahr sind die Taliban in Afghanistan wieder an der Macht. Die Not im Land ist gross. Und doch gibt es Zustimmung.
Für den 15. August haben die Taliban in Afghanistan einen Feiertag ausgerufen. Vor einem Jahr haben die Taliban Afghanistan wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Seither unterdrücken sie jegliche abweichende Meinung. Die Rechte der Frauen und Mädchen wurden massiv eingeschränkt. Die Not im Land ist gross. Fast die Hälfte der Menschen ist akut von Hunger bedroht.
In unserem Sinn sicher nicht. Die Taliban verfolgen andere Werte. Ihr Hauptziel ist es, eine islamische Ordnung in Afghanistan einzuführen. Das sehen sie als einziges Instrument dafür, Gerechtigkeit in ihrem Sinne im Land herzustellen. Neben sich dulden sie niemand anders. Auch wenn wir und auch die Menschen in Afghanistan wissen, dass es ein breites Spektrum politischer Meinungen gibt.
Es gibt vor allen Dingen zwei Machtzentren. Zum einen gibt es die Regierung, das Kabinett in Kabul. Das ähnelt den Strukturen des ersten Taliban-Regimes vor 2001. Und dann gibt es den Talibanchef Hibatullah Akhundzada. Die Strömung unter seiner Führung sitzt in Kandahar. Sie sind relativ weit weg von den Geschehnissen in der Hauptstadt, wo es auch Interaktion gibt mit der UNO, mit den humanitären Hilfswerken.
Ein Versprechen der Taliban war auch, für Frieden und Sicherheit zu sorgen. Es ist aber keine Ruhe eingekehrt. Es kommt weiterhin zu Anschlägen von noch radikaleren Islamisten. Wie steht es um die Sicherheit im Land?
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