Der Internationale Gerichtshof CIJ_ICJ entscheidet, dass Uganda 325 Millionen Dollar Reparationen an DRKongo Congo zahlen muss. Ein Bericht über Gold, Gier und die Ausplünderung des Kongos durch fremde Mächte.
Das oberste UN-Gericht, dessen Aufgabe es ist, Streitigkeiten zwischen Staaten zu regeln, war schon 2005 zu dem Schluss gekommen, dass Uganda das Völkerrecht verletzt habe, als es mit Truppen Teile des Kongos besetzte und verbündete Milizen aufrüstete. Beide Länder sollten nach dem Willen des Gerichts selbst eine Entschädigungssumme aushandeln. Doch als diese Versuche scheiterten, rief der Kongo das UN-Gericht 2015 erneut an.
Als wesentlicher Auslöser für die Destabilisierung des Ostkongos galt zunächst der Völkermord an Tutsis und gemäßigten Hutus in Ruanda 1994. Radikale Hutu-Milizen flüchteten danach ins Nachbarland und formierten sich vor allem in den Kivu-Provinzen als militärische Kraft, weshalb auch die ruandische Armee zeitweise intervenierte.
UN-Ermittler fanden heraus, dass Uganda allein 2004 Gold im Wert von mindestens 60 Millionen Dollar exportierte, aber selbst nur Mengen im Wert von neun Millionen Dollar im eigenen Land förderte. Vermutet wird, dass noch weitere lukrative Rohstoffgeschäfte im Verborgenen abgewickelt wurden. Uganda profitierte auch vom Schmuggel wertvoller Tropenhölzer, die über die Grenze geschafft wurden.