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Das große Ziel von BMW in den kommenden Jahren ist der Start der sogenannten „neuen Klasse“, die 2025 mit der nächsten Generation des elektrischen 3er BMW auf

Als der BMW 1500 als erstes Modell der neuen Klasse im Herbst 1961 seine Weltpremiere auf der Frankfurter IAA feierte, war das Interesse der dortigen Besucher gigantisch. Das neue Mittelklassemodell aus München war ein großer Wurf, den vorher so kaum jemand auf dem Radar hatte.

Für BMW war der 1500er der Start in eine neue Zukunft, denn diehatten großes vor, wollten zu einer echten Alternative von Mercedes werden: betont designorientiert und dazu mit einem kräftigen Schuss Dynamik. Technisch war der BMW 1500 ein Leckerbissen, der sich zudem noch sehen lassen konnte. Für den Antrieb sorgte kein imageträchtiger Reihensechszylinder, sondern seinerzeit ein Vierzylinder-Reihenmotor mit 55 kW / 75 PS, einer fünffach gelagerten Kurbelwelle und obenliegender Nockenwelle. Das Fahrwerk des knapp einer Tonne schweren Mittelklassemodells bot den Insassen eine Federbeinachse vorn, schräg stehende Längslenker hinten nebst Scheibenbremsen vorn, die dafür sorgen sollten, dass aus dem Maximaltempo 150 km/h auch artgerecht verzögert werden konnte. Das Design bot mehr als einen italienischen Hauch des BMW 3200 CS, der mit einem stattlichen Achtzylinder angetrieben wurde. Der BMW 1500er kam zur rechten Zeit, denn Deutschland hatte den Krieg hinter sich gelassen, wurde wirtschaftlich zunehmend erfolgreich und die Bundesbürger freuten sich über immer mehr Kaufkraft. Erstmals wurden in Deutschland mehr als eine Million Neufahrzeuge pro Jahr zugelassen und das Interesse nach größeren Fahrzeugen war größer als je zuvor. So machte sich der zunehmende Wohlstand mehr denn je auf den Straßen bemerkbar – der mindestens 9.500 D-Mark teure BMW 1500 war genau das rechtefür die damalige Zeit. Vorher hatte BMW neben dem gigantischen Barockengel Modelle wie den kleinen 700er angeboten – die neue Klasse war somit schon durch die Bezeichnung Programm. Imageträchtige aber alles andere als volumenstarke Modelle wie BMW 503 / 507 waren Ende der 1950er Jahre ausgelaufen und nur knapp waren die Bayrischen Motoren Werke der Übernahme durch Daimler entgangen. Zum wirtschaftlichen Neustart fehlte das entsprechende Auto: der 1500er. Das Interesse der Kunden am sogenannten Mittelwagen, wie der BMW zunächst intern hieß, war mächtig und so gab es Anfang 1962 bereits rund 25.000 Vorbestellungen des neuen Modells. Für das Design hatte sich der damalige BMW-Designchef Wilhelm Hofmeister von Giovanni Michelotti beraten lassen. Nach der Weltpremiere gab es ein paar kleine Designanpassungen und eine Leistungssteigerung auf 59 kW / 80 PS dank einer leicht erhöhten Verdichtung. Wer mit dem BMW 1500 unterwegs ist spürt, dass die viertürige Mittelklasselimousine nicht nur über ein großzügiges Platzangebot im Innern und einen gigantischen Laderaum verfügt, sondern sich Dank des Leergewichts von rund 950 Kilogramm überaus flott bewegen lässt. So viel Fahrspaß boten in den frühen 1960er Jahren allenfalls kleinere Modelle aus England oder Italien, nicht jedoch eine Mittelklasselimousine aus, die mit leicht italienisch angehauchtem Design auch optisch glänzen konnte. Bei aller sportlichen Eleganz war der 1500er dabei sparsamer als die meisten seiner Konkurrenten. Der 53-Liter-Tank ermöglichte Reichweiten von rund 500 Kilometern. Trotzdem gab es eine Höchstgeschwindigkeit von immerhin 150 km/h. Seinerzeit setzte nicht nur der Antrieb, sondern insbesondere das Fahrverhalten neue Maßstäbe in der Mittelklasse. Entwicklungschef Fritz Fiedler und Versuchsleiter Eberhard Wolff sorgten erstmals für die Kombination einer Federbein-Vorderachse mit an Längsschwingen aufgehängten Hinterrädern, die 14 statt ehemals geplant 13 Zoll groß waren. Wer flott unterwegs sein will, weiß das auch heute noch zu schätzen und so war es kaum überraschend, dass die neue Klasse schnell den Sprung in den Motorsport schaffte, denn 1963 wurde der BMW 1500 durch die stärkeren Brüder 1800 und 1800 ti zu einer Familie mit zunehmend sportlichen Genen ausgebaut. Über dem 90 PS starken BMW 1800 war der 1800 ti für besonders anspruchsvolle Kunden – insbesondere aus dem Ausland – positioniert. Das Topmodell leistete Dank einer gesteigerten Verdichtung auf 1:9,5, zwei Solex-Doppelvergasern, größerer Einlassventile und härterer Ventilfedern, einer Nockenwelle mit längeren Ventilzeiten und höheren Nocken 81 kW / 110 PS bei 5.800/min. Für die gute Rückkühlung des Öls, sorgte die auf fünf Liter Inhalt vergrößerte und verrippte Leichtmetall-Ölwanne. Beste Rahmenbedingungen für den Eintritt in den Tourenwagensport. Direkt für den Motorsport gedacht war der BMW 1800 TISA mit Schalensitzen, verstellbarem Sportfahrwerk, Fünfganggetriebe, 105-Liter-Tank und einen Leistungsnachschlag auf 96 kW / 130 PS, der ihn 192 km/h schnell machte. Der Verkauf erfolgte nur an lizensierte Sportwagenfahrer. Für BMW war die neue Klasse in den Jahren ein ganz großer Wurf. Darauf hoffen die Münchner auch bei der neuen Elektrogeneration – die feiert ihre Premiere in knapp zwei Jahren.

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