Nach dem Flop seiner Stephen-King-Adaption „Der dunkle Turm“ kehrt Nikolaj Arcel für das Historien-Drama „The Promised Land“ wieder in seine dänische Heimat zurück. In Hollywood hätte er den Stoff auch niemals drehen können, gab er im Vorfeld zu Prot.
“-Star Mads Mikkelsen mit fester Entschlossenheit im Gesicht immer wieder die Hacke in den harten Boden rammt, ist jederzeit der unbändige Wille dieses Ludvig Kahlen zu spüren. Er wird es irgendwie schaffen, etwas auf dem Land anzupflanzen und sich dabei von nichts stoppen lassen.
Kahlen ist so besessen von seinem Ziel, dass er jegliche Menschlichkeit ignoriert, sobald sie seine Siedlung gefährden könnte. Stark erzählt ist so seine Beziehung zu dem kleinen Sintomädchen Anmai Mus , welches er bei sich aufnimmt, nachdem es von allen anderen ausgestoßen wurde. Doch obwohl sie bald wie eine Tochter für ihn ist, besteht wenig Zweifel, wie Kahlen handeln wird, wenn er sich zwischen ihr und seinem Traum entscheiden muss.
Schon weit bevor der letzte im Publikum kapiert hat, dass hier ein völlig außer Kontrolle geratener Fiesling am Werk ist, der nur irgendwie gestoppt werden muss, verzeiht man Kahlen deswegen auch jede noch so harte Entscheidung. Damit bleibt von dessen Zwiespältigkeit nichts mehr übrig. Das unterstreicht die Inszenierung durch welche die brutalen Taten von de Schinkel gleich noch brutaler wirken.
Fazit: Der dänische Western über den Versuch, die wilde jütische Heide zu besiedeln, nervt über weite Strecken mit einem platten Bösewicht, bietet aber neben einem starken Mads Mikkelsen gen Ende auch noch spannende Rache-Szenen. Wir haben „Promised Land“ beim Filmfestival Venedig 2023 gesehen, wo er als Teil des offiziellen Wettbewerbs seine Weltpremiere gefeiert hat.Das könnte dich auch interessieren
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