Im zweiten echten Härtetest spielt das Team von Hansi Flick erneut 1:1. Joshua Kimmich gelingt gegen Italien noch der Ausgleich und verhindert so die erste Niederlage unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick. ITAGER
Hansi Flick legte die Hände an die Hüften und schaute, als müsse er erst einmal seine Gedanken sortieren. Was ihm wohl durch den Kopf gegangen ist? So genau weiß ja niemand, was der manchmal geheimnisvoll wirkende Bundestrainer denkt, aber der Samstagabend in Bologna ließ schon extrem viele Meinungsbilder zu. Zum Beispiel: Puh, nochmal gut gegangen! Oder: Hmm, das hat man schon besser gesehen von der DFB-Elf.
Allerdings lässt sich nicht leugnen, dass die meisten der damaligen Gegner eher der Kategorie"Fußballzwerg" zuzuordnen waren und der erste Härtetest mit einem 1:1 gegen die Niederlande endete. Bei den Italienern handelte es sich demnach um die zweite Probe auf hohem Niveau, wenngleich sich vor dem Spiel viele fragten, wie hart es denn wohl werden würde.
Ihnen gelang es aber nur selten, den Rhythmus des Spiels so zu verändern, dass sich jene Räume ergaben, in die Leroy Sané und Serge Gnabry so gerne hinein sprinten. Hin und wieder wechselten sie die Seiten, aber ohne nennenswerten Ertrag. Das frustrierte sogar Thomas Müller, der sich Räume gerne selbst schafft.
Es mangelte an Ideen, aber die Italiener machten es auch clever: Sie entzogen dem Spiel Raum und Tempo und freuten sich darüber, dass sie selbiges hin und wieder zur freien Verfügung hatten. Die meisten italienischen Konterversuche konnte die DFB-Elf abfangen, aber wenn der Ball mal durchrutschte, dann wurde es brenzlig.