Der Mann, der Hertha einte

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Hertha-Präsident Kay Bernstein ist gestorben. In seiner kurzen Zeit an der Spitze von Hertha BSC hat er viel bewegt. Er stand für einen Berliner Weg und kämpfte dafür, die Fans hinter der Fahne des Klubs zu einen. Von Till Oppermann

Hertha-Präsident Kay Bernstein ist gestorben. In seiner kurzen Zeit an der Spitze von Hertha BSC hat er viel bewegt. Er stand für einen Berliner Weg und kämpfte dafür, die Fans hinter der Fahne des Klubs zu einen.

Wie viel Energie von einem Fußballverein ausgehen kann, zeigte sich am 26. Juni 2022 im CityCube auf dem Berliner Messegelände. "Hertha BSC heißt unser Verein, Hertha BSC wird es immer sein", hallte es aus hunderten Kehlen durch die Halle. Gerade hatte der Versammlungsleiter auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC das Ergebnis der Wahl zum neuen Vereinspräsidenten verkündet. Kay Bernstein war der Sieger. Ein Mann, der in der Ostkurve groß wurde, stand nun an der Spitze des Klubs. UndHertha-Präsident Kay Bernstein ist tot. Er verstarb im Alter von 43 Jahren. Das bestätigte der Fußball-Zweitligist am Dienstagmittag. Der gesamte Verein, seine Gremien und Mitarbeitenden seien "fassungslos und zutiefst bestürzt".Bernsteins Präsidentschaft begann in einer der turbulentesten Phasen der Vereinsgeschichte. In den drei Jahren, seit Lars Windhorst 2019 mit großen Versprechungen in Hertha investiert hatte, standen sieben Trainer an der Seitenlinie und der langjährige Sport-Geschäftsführer Michael Preetz wurde durch Fredi Bobic ersetzt. Es verging kaum eine Woche, in der nicht Vereinsinterna in der Presse standen. Nicht das Wohl des Vereins, sondern persönliche Eitelkeiten standen im Vordergrund. Bernstein zeigte schon in seiner Antrittsrede, dass er es anders machen wollte - und wählte versöhnliche Worte in Richtung aller, die ihm nicht zutrauten, Hertha zu führen: "Lasst uns auf die Leute zugehen und mit ihnen reden. Darauf wird es ankommen", sagte er unter dem Applaus der Fans.Kay Bernstein stand für eine moderne Hertha, die ganz Berlin repräsentieren will. Er wurde am 8. September 1980 im sächsischen Erzgebirge geboren und wuchs dann in Ostberlin auf. 1998 gründete er die Hertha-Ultra-Gruppe Harlekins mit. Später stand er als Vorsänger vor der Ostkurve und engagierte sich in verschiedenen Faninitiativen. Diese Zeit prägte sein Bild des Fußballs, den er in erster Linie als Spiel der Fans betrachtete. Während seiner Zeit als Präsident setzte sich Berstein für das kontrollierte Abbrennen von Pyrotechnik und die 50+1-Regel ein und Seine klare Haltung für Faninteressen brachte ihm nicht nur bei Herthas Anhängern großen Respekt ein. Fanszenen in ganz Deutschland werteten Bernsteins Wahl und seine Arbeit als Signal für einen anderen Profifußball, in dem es weniger um Geld und mehr um Werte wie ausgeglichenen Wettbewerb, Gemeinschaft und Zusammenhalt gehen könnte.Hertha BSC trauert um seinen Vereinspräsidenten. Kay Bernstein verstarb unerwartet im Alter von 43 Jahren. Sein Tod löst große Bestürzung im deutschen Fußball und auch der Politik aus.und entschied sich dazu, ihn durch Benjamin Weber und Zecke Neuendorf zu ersetzen. Zwei Männer, die in den Jahren zuvor dazu beigetragen hatten, Herthas Jugendakademie zu einer der besten im Land zu machen. Die Personalentscheidungen sollten Teil eines "Berliner Wegs" sein, mit dem Hertha zurück zum Erfolg kommen wollte.zu stabilisieren. Mit diesem Weg konnten sich die Fans so gut identifizieren, dass selbst der Abstieg im Sommer 2023 und dasnicht zu neuer Unruhe im Verein führten. Vor der Saison verkaufte Hertha so viele Dauerkarten wie noch nie. 13 Eigengewächse reisten mit ins Trainingslager.Trotz zunächst durchwachsener Leistungen in der Liga war die Stimmung bei Hertha in der Hinrunde weiter positiv. "Wir erleben innerhalb der Hertha-Familie einen Zusammenhalt, der sich großartig anfühlt und der solche Erlebnisse, wie das Pokalspiel gegen den HSV, erst möglich macht", twitterte Bernstein deshalb zum Jahreswechsel in Anspielung auf Für diesen Zusammenhalt war der Familienvater maßgeblich verantwortlich, in seinen anderthalb Jahren als Präsident gewann Hertha insgesamt gut 10.000 neue Vereinsmitglieder für sich. Dieses Vermächtnis wird dem Hauptstadtklub bleiben, der auch in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen steht. Projekte wie die finanzielle Sanierung, den mittelfristigen Umgang mit dem neuen Investor 777 Sports und ein vereinseigenes Stadion sowie natürlich die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga wäre Bernstein gerne angegangen.Aus datenschutzrechtlichen Gründen werden Kommentare, bei denen die E-Mail-Adresse in den Feldern Name, Wohnort oder Text geschrieben wurde, nicht freigegeben. Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserersowie unserer Datenschutzerklärung zu. Wir behalten uns vor, Kommentare, die nicht zu einer konstruktiven Diskussion beitragen, nicht freizugeben oder zu löschen. Wir geben keine Auskunft über gelöschte oder nicht freigegebene Kommentare. Mit der Abgabe eines Kommentars erklären Sie sich mit diesen Regeln und den Kommentarrichtlinien des rbb einverstanden.Danke für die Vereinigung von Mannschaft und Fans sowie der gesamten Herthafamilie. Erschrocken von der Nachricht des Todes von Kay. Mein Beileid der Familie und FreundenAuch wenn ich nichts mit der alten Dame Hertha anfangen kann, ist es unfassbar. Mit ihm wurde ein guter Weg beschritten und vieles wäre noch möglich gewesen. Herzliches Beileid den Angehörigen und der Hertha-Familie von einem Eintracht Frankfurt Fan.RIP Kay Bernstein. Warum müssen die Besten immer zuerst gehen? Er hatte Hertha BSC wieder auf den richtigen Weg gebracht. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie. Hoffentlich gibt es einen würdigen Nachfolger.Lasst uns lieber generell - nicht nur wenn jemand zu früh von uns geht, respektvoll und tolerant miteinander umgehen! Gerade im Fußball, aber auch in der heutigen Gesellschaft generell, mangelt es an der Fähigkeit einander zuzuhören und den Anderen überhaupt rnstzunehmen.Auch von mir mein herzliches Beileid. Ich war sogar bis ins Jahr 2000, als mein Vater gestorben ist, Hertha BSC Mitglied. Hertha ist heute noch mein Lieblingsverein. Ich war so froh, das nach dem Besitzer einer Putzfrirma, sls Präsident von Hertha BSC Berlin, endlich ein wahrer Hertha-Fan Präsident von Hertha BSC Berlin wird. Ich glaube das unser Präsident im Blau-Weissen Himmel über uns Alle wacht und das er dafür sorgt, daß wir wieder aufsteigen in die erste Liga. Da gehören wir hin.Der Beitrag des rbb hat mich wirklich gepackt. Ein wunderbar leiser, letzter Gruß mit "Nur nach Hause..." vom Frank, nur als kleines Klaviersolo. Wer da nicht weint, dem ist nicht mehr zu helfen. Gott mit ihm. Glück Auf!Ruhe in Frieden und bring den Engeln das Fußball spielen bei. LG von einem alten Unionfan .Wir halten zusammen wie der Wind und das Meer, die blau weisse Hertha und der FC UNION.Auch an dieser Stelle noch einmal mein herzlicher Dank an Kay Bernstein, der viel zu früh gegangen ist, aber in der kurzen ihm vergönnten Zeit an der Spitze von Hertha BSC mehr bewegt hat als viele andere vor ihm. Wir werden sein Andenken wahren.

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