Markus Söder lässt Hubert Aiwanger trotz Antisemitismus-Vorwurf im Amt. Das ist umstritten -- und doch der klügere Schritt im Kampf gegen Populisten und Radikale. Ein Kommentar.
Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder. Eine Abmeldung ist jederzeit über einen Link im Newsletter möglich.Foto:Aber seine Entscheidung ist auch im Umgang mit Populisten wie dem Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, richtig.entschuldigt nichts, er gibt Aiwanger nicht die Chance, sich mit einem Rauswurf aus der Regierung noch weiter im Opfermythos zu suhlen. Aiwanger muss Reue zeigen, er muss Verantwortung übernehmen für seine Vergangenheit.
Doch es gibt Hinweise in Aiwangers Jugend, aber vor allem auch in Aiwangers politscher Karriere, die ebenso stark ins Gewicht fallen wie seine Verwicklung in antisemitischezu Schulzeiten. Die Methode Aiwanger setzt auf Provokation gegen demokratische Gewählte, gegen eine angebliche „Elite“, gegen vermeintlich korrupte Mächtige. Das sind demokratiefeindliche Bilder. Und Aiwanger spielt mit ihnen, zuletzt bei einer Rede im Sommer in Erding im perfekt imitierten AfD-Jargon.
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