Seit März gilt die einrichtungsbezogene Impfpflicht, doch viele Ungeimpfte arbeiten weiter. Was ist da los? Eine Spurensuche in der Branche. Pflege
Manche Arbeitgeber dagegen interessieren sich dafür sehr. Eine Kollegin etwa arbeitet in einer Einrichtung für Kinder mit Behinderung, darf aber keine Kinder mehr begleiten. Wenn sich ihr Team zu einer Besprechung trifft, muss sie sich per Video aus dem Nebenraum zuschalten.
Eine Klinikmitarbeiterin berichtet, dass bei Visiten die Teams verkleinert werden, wenn sie dabei ist. Es heißt, dies geschehe aus Sorge vor Ansteckung.Aus ihrem Netzwerk weiß Schneider: „Es gibt keine einheitliche Linie, wie mit dieser einrichtungsbezogenen Impfnachweispflicht umgegangen wird. Das variiert manchmal sogar von Abteilung zu Abteilung in einer Klinik, abhängig davon, wie die Verantwortlichen eingestellt sind.
Sonja Richter putzt jetzt stattdessen in Ferienwohnungen. Sie kennt die Eigentümerin, eine Ärztin aus dem Netzwerk. „In Deutschland finde ich im Gesundheitswesen keinen Job mehr“, sagt sie. „Sobald ein Bewerbungsgespräch aufs Impfen kommt, bin ich raus.“ Sie schaut sich nun in der Schweiz nach einer Arbeit um, die ihrer Qualifikation entspricht.