Karim Benzema ist der beste Spieler dieser Saison. Seine Rolle spielt er dabei nicht nur besonders elegant, sondern auch stets nobel. Wenn ihm das neben dem Platz doch auch gelingen würde.
verlängerte seinen Vertrag bei Paris St. Germain – obwohl sie sich bei Real doch so sicher gewesen waren, dass er den eigenen Sirenen erliegen würde. Benzema selbst hatte in prominenter Rolle mitgesungen. Als er vorigen Sommer in die Nationalelf zurückkehrte, baute er auf Anhieb ein brüderliches Verhältnis zum 13 Jahre jüngeren Mbappé auf.
Mbappé als Verräter, seine Karriereentscheidung als hinterhältige Attacke, die Welt im Freund-Feind-Schema wie einst bei den Rappern der Ost- und Westküste? Während Reals »Media Day« zum Champions-League-Finale diese Woche beschwichtigte Benzema: »Das war kein Foto mit Botschaft.« Tupac sei sein Lieblingsmusiker, er poste öfter Sachen von ihm, jeder könne das gern nachschauen.
So erklärt sich die lange Dauer des Nationalmannschafts-Exils weniger aus der Affäre an sich, um die es nach der Ausbootung Benzemas für die EM 2016 bald ruhiger wurde, als aus einem Interview im Real-Hausblatt »Marca«, in dem er Didier Deschamps einen Bückling vor dem »rassistischen Teils Frankreichs« nannte. Der Trainer wurde danach von vielen an den Pranger gestellt; und hat das lange nicht verziehen.