Militärbischof Werner Freistetter meint, Europa habe in den vergangenen Jahrzehnten im Windschatten von Auseinandersetzungen gelebt - und das für Frieden gehalten.
Demokratie, Menschenrechte und Friede müssen ständig neu erarbeitet und erhalten werden. Sie sind alles andere als Selbstläufer. Das betont Österreichs Militärbischof Werner Freistetter im Kathpress-Interview.
In Europa und vor allem in Österreich habe man in den vergangenen Jahrzehnten das Glück gehabt, „dass wir im Windschatten vieler Auseinandersetzungen gelegen sind. Und wir haben das mit Frieden verwechselt“, so Freistetter.
Erfreut zeigte sich Bischof Freistetter, dass es aktuell für das Bundesheer mehr Geld gibt. Die Infrastruktur in den Kasernen, die Ausrüstung für die Soldaten und das militärische Gerät seien viel zu lange nicht erneuert worden. „Das ist so, wie wenn man einen Anzug trägt, bis er einem vom Leib fällt.“Die neuen internationalen Konflikte bzw.
Freistetter: „In einer großen Perspektive von außen ist Krieg immer etwas Schreckliches und Fürchterliches. Doch wenn ich jetzt selbst unmittelbar angegriffen werde und Gefahr laufe, ausgelöscht zu werden, und das dann durch militärische Gewalt verhindert wird, ist der Blick natürlich ein anderer.“ Gewalt sei jedoch nie die Lösung. Auch wenn durch militärische Mittel die unmittelbare Gefahr gebannt werden konnte, sei dies noch nicht mehr als die Voraussetzung dafür, „dass man sich im Anschluss intensiv um Frieden bemühen muss“. Das gelte etwa künftig für die Ukraine wie auch den Nahost-Konflikt, so der Bischof.Werner Freistetter wird in Kürze, am 28. Oktober, 70 Jahre alt.
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