Aktivisten haben vor der Konzernzentrale des Glyphosat-Herstellers Bayer gegen eine EU-weite Wiederzulassung des Unkrautvernichters protestiert.
-Gefahren", die mit einer Handvoll Mitglieder am Donnerstag in Leverkusen einen offenen Brief an Bayer übergab. Das Unternehmen setzt sich dagegen für die Erneuerung der Genehmigung ein: Das Mittel habe sich seit Jahrzehnten bewährt und sei bei ordnungsgemäßer Anwendung sicher und umweltverträglich.
Bayer solle Stellung zu Studien nehmen, die eine Gefährlichkeit von Glyphosat belegten, heißt es in dem Brief. Solange Datenlücken nicht ausgeräumt werden könnten, solle Bayer Abstand von Lobbybemühungen nehmen.
Ein Bayer-Sprecher argumentierte, Datenlücken seien nichts Ungewöhnliches. Sie könnten das Ergebnis wissenschaftlicher Forschung oder neuer Anforderungen von Behörden sein. Im Fall von Glyphosat liefen noch Studien. Die Efsa habe aber klargemacht, dass nicht zu erwarten sei, dass dies zu einer Überschreitung des Sicherheitsniveaus führe.
Glyphosat ist noch bis zum 15. Dezember EU-weit zugelassen. Unter Berücksichtigung der Efsa-Ergebnisse wird die EU-Kommission einen Vorschlag zur weiteren Genehmigung entwickeln. Darüber entscheiden die Agrarminister der EU-Staaten. Die Bundesregierung will Glyphosat ab dem kommenden Jahr trotzdem verbieten. Das haben SPD, Grüne und FDP im Koalitionsvertrag festgelegt.LEVERKUSEN Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren.
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