Das Warten auf eine Nachricht kann schlimmer sein, als sie dann endlich zu bekommen.
Manchmal wartet man auf etwas, von dem man annimmt, dass es schmerzhaft wird. Zum Beispiel, wenn das alte Auto in die Werkstatt gebracht wurde und der Anruf über Pickerl ja oder nein und den Preis ansteht.
Dann ruft der Chef frühmorgens an und sagt: „Sie setzen sich besser hin. Oder noch besser, Sie legen sich hin.“ Autsch. Oder man wartet lange sieben Tage auf die Rückgabe einer Schularbeit, bei der es einem nicht gut gegangen ist, aber mit jedem Tag steigt die Hoffnung, dass es sich vielleicht doch ausgegangen ist. Dann fehlt ein halber Punkt, und auch wenn es erwartbar war, tut es weh. Manchmal wartet man auf den Regen, der angesagt ist, und es scheint den ganzen Tag die Sonne. Alles umsonst abgesagt. Wenigstens kann die Wäsche draußen trocken. An einem anderen, wolkenlosen Tag kommt man in ein Hagelgewitter und weiß nicht, wie einem geschieht. Am besten nicht vorausplanen. Was nass wird, trocknet wieder. Schrecklich ist das Warten auf einen Befund, vor allem wenn man unvorsichtigerweise Doktor Google um Rat gefragt hat. Es dauert viel länger als früher, und mit jedem Tag wird die Unruhe größer. Dann kommt das E-Mail, und vor lauter Aufregung tippt man das Passwort falsch ein und schenkt sich noch ein paar panische Minuten, bevor man liest, dass alles in Ordnung ist. Und man schwört sich, dass das Sorgenmachen, das Warten auf etwas Schlimmes aufhören muss, weil es nur die Zeit dazwischen vergiftet. Wenn die Nachrichten schlecht sind, dann hat das Bangen zuvor auch nichts daran leichter gemacht. Eine Studienkollegin, mit der ich eine Zeit lang zusammenwohnte, schrieb damals ein Zitat des Autors Arthur Somers Roche auf einen Riesenzettel und pickte ihn an die Wand: „Worry is a thin stream of fear trickling through the mind. If encouraged, it cuts a channel into which all other thoughts are drained.“ In irgendeiner Schachtel müsste der noch liegen. Er kommt wieder an die Wand.
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