Von Paulus über R.E.M. bis zu Montesquieu: Geistreiches zum Thema Hoffnung beim Philosophicum Lech.
. Was wären denn ideale Bedingungen? Unsterblichkeit, Geschichtslosigkeit, Unabhängigkeit, völlige Rationalität. All das verkörpert die griechische Göttin Athene. Abt stellte ihr eine Sterbliche namens Matilda gegenüber, mit Erfahrungen, Rückenschmerzen und Angst vor dem Alter. Für sie kann es besser werden. Das Eingestehen dieser Differenz zwischen Ideal und Realität findet Abt auch in den Anfängen der athenischen Demokratie.
Letzteres tun heute viele, die US-Rockband R.E.M. spielte schon 1987 damit: „It’s The End Of The World As We Know It “. In den Song, der diesen schön paradoxen Titel trägt, ließ von Sass seinen Vortrag münden – er tönte aus den Boxen. Coolness in der Endzeit, das steht dem Theologen gut. Und die Besucher des Philosophicums – das Leiter
am Donnerstag mit einer gewohnt fulminanten Rede eröffnet hatte – hatten damit einen Wurm im Ohr. Sowie Hoffnung auf weitere. Auf wieder besseres Wetter sowieso. Wobei: Bei Regen lässt es sich am besten philosophieren.Jeden Tag. Überall.