Die Moderatorin eines kanadischen Fernsehsenders verliert nach 35 Jahren ihren Job, nachdem sie aufgehört hatte, ihre Haare zu färben.
Lisa LaFlamme moderierte mit grauen Haaren. Das kam nicht bei allen gut an.Wer heute jugendlich ist, hat gute Chancen, 100 Jahre alt zu werden. Das ist nur insofern ein Problem, dass zwar jeder alt werden, aber keiner alt sein will – und schon gar nicht so aussehen möchte. Zu altern, wie man eben altert als Mensch aus Fleisch und Blut, ist besonders problematisch, wenn man erstens eine Frau ist und zweitens in der Öffentlichkeit steht.
35 Jahre lang hatte die leitende Redakteurin in der Sendung CTV National News durch die Nachrichten geführt, da können einem schon mal graue Haare wachsen. Lange färbte die 58-Jährige ihr Haar braun. Während der Pandemie, als die Friseure geschlossen waren, hatte sie jeden Morgen vor der Sendung ihren Haaransatz mit Farbe besprüht – bis sie keine Lust mehr dazu hatte.
In einem Video auf Twitter sagt die Kanadierin, sie sei von der Entscheidung überrumpelt worden. «Mit 58 Jahren dachte ich, dass ich viel mehr Zeit haben würde, um mehr Geschichten zu erzählen, die unser tägliches Leben beeinflussen.»